Jean Martin Charcot
Französischer Arzt (Paris, 1825 - Lac des Settons, 1893)
Berechtigterweise wird Jean Martin Charcot (1825-1893) als Vater der modernen Neurologie bezeichnet. Nachdem er an der pariser Universität pathologische Anatomie gelehrt hat, geht dieser glänzende Arzt 1862 zum pariser Krankenhaus Pitie-Salpetrière. Dort gründet er 1882 ein bedeutendes, klinisches Neurologiezentrum. Im selben Jahr erhält er den ersten weltweiten Lehrstuhl in Neurologie.
Er ist ein berühmter Professor und Studenten aus der ganzen Welt nehmen an seinen Vorlesungen teil. Dies ist im Jahre 1885 der Fall bei Freud, der sich besonders für die hypnotischen Methoden interessiert, die von Charcot angewandt wurden, um unter Hysterie leidende Patienten zu behandeln.
Man kann sagen, dass Charcot die Art, Pathologien des Nervensystems zu berücksichtigen und zu erforschen, wirklich revolutioniert hat. Seine Forschung zur Hysterie, die er von den anderen Neurosen unterscheidete, und welcher er sich ab 1870 vollkommen widmete, war fundamental und viele seiner Schüler stützten sich auf seine Theorien.
Auch heute noch bleibt er eine unumgängliche Referenz der Neurologie, und die beachtliche Tragweite seiner Forschung bleibt unbestritten, so wie die zur Charcot-Krankheit, einer von ihm entdeckten neuro-degenerativen Krankheit, die seinen Namen trägt.