Ist Tee gut für das Gehirn?

Tee oder Kaffee? Beim Lesen dieses Artikels fällt unsere Wahl vielleicht auf den Tee. Die vorliegende Studie von chinesischen und britischen Wissenschaftlern zeigt dank Bildbefunden aus dem Gehirn zum ersten Mal die Wirkung von Tee auf das Gehirn, insbesondere auf die Verbindungen zwischen den Hirnregionen. Wirkt sich regelmäßiges Teetrinken vielleicht vorteilhaft auf die kognitiven Leistungen aus?

Wie die Autoren im Vorwort ihres in der Zeitschrift Aging erschienen Artikels betonen, haben bereits frühere Studien darauf hingewiesen, dass Teetrinken gut für die Gesundheit sein könnte, unter anderem als Stimmungsaufheller, bei der Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen und des Risikos des verringerten kognitiven Leistungsvermögens. Diese positiven Eigenschaften des Tees sind vor allem seinen Inhaltsstoffen zuzuschreiben. Demnach fördert Katechin das Arbeitsgedächtnis und L-Theanin verringert Stress. Bislang beruhen die meisten Forschungen auf neurokognitiven und neuropsychologischen Untersuchungen. Direkte Messungen an Hirnstrukturen oder Hirnfunktionen sind eher selten.

Für ihre Studie haben Junhua Li und seine Kollegen die Hypothese aufgestellt, dass regelmäßiger Teegenuss sich positiv auf die Hirnorganisation auswirkt und funktionale und strukturelle Verbindungen leistungsfähiger macht. Das Forscherteam hat 36 gesunde erwachsene Personen rekrutiert. Jede Person musste auf einer Skala von 1 bis 6 (von niemals oder selten bis 3 Mal/Tag oder häufiger) die Häufigkeit ihres Genuss von Grünem Tee, Oolong und Schwarzem Tee angeben (etwa im Alter von 45 Jahren, sowie aktuell). Hierdurch konnten zwei Gruppen bestimmt werden: eine Teetrinkergruppe (15 Personen; Altersdurchschnitt = 70,27) und eine Nicht-Teetrinkergruppe (21 Personen; Altersdurchschnitt = 71,71). Von jedem Teilnehmer wurden Gesundheitsdaten, Informationen zu Lebensgewohnheiten und Wohlbefinden aufgenommen. Außerdem haben sie zwischen 2015 und 2018 an neuropsychologischen Tests und MRT-Untersuchungen teilgenommen.

Die Analysen der Ergebnisse der kognitiven Leistungen und der Hirnbildgebung zeigen, dass der Teegenuss eine strukturell effizientere Hirnorganisation hervorruft (ohne dass eine positive Wirkung auf die funktionale Organisation des Hirns insgesamt erfolgt). Bei den Teetrinkern sind Hirnregionen offensichtlich effizienter miteinander verknüpft (bei einem durchschnittlichen Teegenuss von mindestens 4 Mal/Woche über etwa 25 Jahre). Die Wissenschaftler haben sich vor allem auf das "grundlegende Netz" konzentriert, wobei es sich um ein ausgedehntes Netz von Wechselwirkungen zwischen Hirnregionen handelt, von denen bekannt ist, dass ihre Aktivitäten untereinander stark korrelieren und sich von den Aktivitäten anderer Regionen unterscheiden. Sie haben festgestellt, dass die funktionale Konnektivität in diesem Bereich bei der Teetrinkergruppe stärker ausgeprägt war.

Laut Feng Lei, von Institut für Psychologische Medizin (Universität Singapur) ist die Informationsverarbeitung um so effizienter, je besser die Verbindungen zwischen den Hirnregionen strukturiert sind. Somit "stellen diese Ergebnisse den ersten Beleg für die positive Wirkung des Teetrinkens auf die Hirnstruktur dar. Sie lassen vermuten, dass regelmäßiger Teegenuss eine schützende Wirkung gegen den altersbedingten Abbau der Hirnorganisation hat".

Selbstverständlich sind weitere Forschungsanstrengungen erforderlich, um die Wirkungen der Teeinhaltsstoffe auf die Hirngesundheit noch ausführlicher zu untersuchen.
Quelle: Junhua Li , Rafael Romero-Garcia , John Suckling, Lei Feng : « Habitual tea drinking modulates brain efficiency: evidence from brain connectivity evaluation » , in Aging, juin 2019 - https://www.aging-us.com/article/102023/text // « Drinking tea may improve brain health » - https://news.nus.edu.sg/research/drinking-tea-improves-brain-health

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