Aufmerksamkeit


"Ich kann mich nicht konzentrieren!" oder "Pass doch etwas auf!" sind Sätze, die wir alle schon gehört oder gesprochen haben. Aufmerksamkeit ist eine komplexe und für Menschen wesentliche kognitive Funktion. Konzentration ist keine stetige sondern schwankende Funktion. Sie wird nicht durchgehend gehalten und lässt während einer Aufgabe oft nach.

Verschiedene Arten von Aufmerksamkeit


Phasische Aktivierung

Auf einen Schuss oder Donner wird man direkt aufmerksam. Mit der sogenannten phasischen Aktivierung wird eine gewisse Vigilanz gehalten. Ihr Konzentrationsvermögen steigert sich entsprechend der Veränderungen um Sie herum oder in Ihnen selbst (Lärm, Stress, Sorgen, Müdigkeit, störende Gedanken, etc.).

Aufmerksamkeit kann bewusst sein.

Wenn man spazieren geht und dabei Schuhe trägt, die weh tun, wird man seine gesamte Aufmerksamkeit darauf richten, einen angenehmen Ort zu finden, an dem man sich hinsetzen kann. So wird man z.B. eine Bank in einem Park finden. Aufmerksamkeit wird ebenfalls bewusst (z.B. wenn man etwas sucht oder sich auf etwas konzentriert) oder automatisch (plötzliche Geräusche z.B.) verschoben. Von hieran wird unsere Aufmerksamt auf etwas bestimmtes gerichtet.

Selektive oder gerichtete Aufmerksamkeit

Unsere Sinnesempfänger erfassen ständig neue Informationen aus unserem Umfeld (Töne, Gerüche, etc.). Die Informationen, die wir wahrnehmen, können unmöglich alle verarbeitet werden. Die selektive bzw. gerichtete Aufmerksamkeit fokussiert sich auf jenen Teil der Informationen, der je nach Situation, Kontext und Relevanz zuerst verarbeitet werden muss. Dank der gerichteten Aufmerksamkeit können wir uns auf eine Sache konzentrieren und dabei gedanklich irrelevante Informationen ausmachen und erkennen, ohne sich dafür wirklich isolieren zu müssen. Wenn Sie Pilze sammeln gehen, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Boden und achten nichts anderes um Sie herum.

Geteilte Aufmerksamkeit

Bei vielen Routineaufgaben müssen wir zwei Aufgaben gleichzeitig durchführen, wie sich z.B. beim Autofahren zu unterhalten. Seine Aufmerksamkeitsressourcen teilen zu können, ist oft wichtig. Dabei ist es für Zwanzigjährige z.B. sehr einfach Musik zu hören und gleichzeitig zu arbeiten, ein Sechzigjähriger wird es allerdings sehr schwer finden.

Faktoren, die unser Aufmerksamkeitsvermögen beeinflussen

Mit dem Alter steigt unsere Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, so dass auch die Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit zu teilen, schlechter wird. Genauso verschlechtert sich beim Älterwerden die Fähigkeit, Interferenzen abzublocken. So kann man nicht mehr so gut zwei Aufgaben auf einmal meistern. Einige Aspekte der Aufmerksamkeit können ebenfalls durch Faktoren wie Müdigkeit, Stress, Alkohol oder Drogen beeinflusst werden.

Aufmerksamkeitsstörungen

Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), die oft bei Kindern festgestellt werden, können auch bei Erwachsenen vorkommen. Ob mit oder ohne Hyperaktivität, eine Person, die unter einer solchen Störung leidet, findet es sehr schwer, sich auf etwas zu konzentrieren und wird sich andauernd von externen oder internen Ereignissen ablenken kassen. Sie weist ebenfalls Zwangsverhalten auf und kann unmöglich still stehen oder sitzen. Dabei handelt es sich um neurologische Störungen, die vererblich sein oder vom Umfeld beeinflusst werden können. ADHS wird oft bei Kindern diagnostiziert und insbesondere bei Jungen. Diese Art psychischer Störung kann manche Verhaltensweisen erklären wie z.B. mangelnde Aufmerksamkeit zu Beginn der Schulzeit. Die Diagnose sollte aber von einer Gesundheitsfachperson gestellt werden, da die oben beschriebenen Verhaltensweisen sich oft als normal erweisen können.

Im Alltag

Die meisten zerebralen Aufgaben verlangen sehr viel Aufmerksamkeit, ob es nun darum geht, Informationen zu speichern, einen Text zu verstehen oder einen Gegenstand zu finden. Aufmerksamkeit ist für alle Aufgaben nötig, die das Gehirn beanspruchen, entweder um allgemein aufmerksam zu sein, um sich auf etwas bestimmtes zu konzentrieren oder um seine Konzentration zwischen verschiedenen Aufgaben zu teilen.


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